Körperbewusstsein und Bewegungsformen für Change-Maker

 

Haben Sie das Gefühl, dass Sie als Team oder als Organisation noch mehr zusammenwachsen (und zusammen wachsen) könnten?

 

Wünschen Sie sich eine Zusammenarbeit, die vertrauensvoll und bereichernd ist, selbst in stressigen Zeiten und bei großen Herausforderungen?

 

Wie können Sie sich ein klares Bild in unübersichtlichen Lagen machen?

 

Möchten Sie das kollektive Potential der Menschen in Ihrer Organisation aktivieren, um Innovation auf eine breite Basis zu stellen?

 

Können Veränderungen energiespendende und freudvolle Erfahrungen sein?

Change-Fitness durch Change-Maker

In vielen Unternehmen und Organisationen wird über Veränderung und Innovation gesprochen. Change-Fitness setzt Veränderungsbereitschaft voraus. Selbst wenn sich viele Menschen in der Organisation Veränderungen wünschen, so sind es nur wenige Einzelne, die ohne formalen Auftrag in den bestehenden Strukturen und Machtgefügen etwas Neues mit Mehrwert erschaffen. Diese Menschen sind Change-Maker. 

Change-Maker zeichnen sich dadurch aus, eine uneigennützige Absicht zu einem größ­eren Wohl zu verkörpern, die transparent und erfassbar ist. Dies macht Change-Maker vertrauenswürdig. Sie schaffen es, andere einzubeziehen und miteinander eine gemeinsame Absicht zu finden. 

Change-Maker werden ausgebremst, wenn es der Führungsetage vorbehalten ist, Veränderungsprojekte abzusegnen. Ein Festhalten am Status Quo zur persönlichen oder organisationalen Bestandssicherung ist auf kurz oder lang der Untergang. Deshalb wird Veränderung ‚von oben‘ verordnet. Das Veränderungsprojekt bekommt Leitplanken, aus denen nicht herausgetreten werden darf. Dahinter wird der gefährliche Abgrund vermutet, der mit Macht- und Kontrollverlust, Chaos und nicht abschätzbare Folgen assoziiert wird. Dabei könnten genau dort die Schätze liegen, die es zu entdecken gilt.

Wie die Change-Story entsteht

Im heutigen raschen Wandel reichen die bisherige Erfahrung, vorausschauende Prognosen und langjährige Pläne nicht, um komplexen Herausforderungen zu begegnen und innovative Neuerungen einzuführen. Die Ungewissheit ist an der Tagesordnung. Die Herausforderung ist, mit diesem Nicht-Wissen umzugehen. Wenn völlig neue und bisher unbekannte Wege in die gewünschte Veränderung führen, die außerdem viel Kreativität erfordern, sind wir mit den alten Methoden der Business Welt schnell an einem Punkt wo wir erkennen, dass der Veränderungsprozess auf große Widerstände stößt und die Resultate des Eingriffs keine nachhaltige Verbesserung bringen. Dies unterstreicht eine aktuelle Studie zum Thema Veränderung in Unternehmen. Ein besserer und erfreulicherer Weg für alle Beteiligten wäre es, die Change-Story gemeinsam entstehen zu lassen, und somit alle Beteiligten zu Change-Makern zu machen.

Eine andere Art der Organisationsentwicklung ermöglicht durch verkörperte Wahrnehmung und intuitive Bewegung eine Abbildung der alten Muster, der Formen des Feststeckens und der interpersonellen Beziehungen. Im Social Presencing Theater kann sich das soziale System in non-verbaler Weise, durch das kollektive Wissen frei weiterentwickeln. In einer generativen Nachbesprechung kristallisiert sich die bestmögliche Veränderung mit dem höchsten Potential, und kann dann im Experimentiermodus ohne unhaltbare Risiken und Widerstände an Prototypen ausprobiert und im iterativen Prozess mit direktem Feedback weiterentwickelt werden.  

 

Jede Veränderung entsteht aus dem jetzigen Moment heraus. Wie können wir durch unseren Körper, in der Phase der Ungewissheit und des Nicht-Wissens, die Impulse für die Veränderung erspüren und im nächsten Moment entstehen lassen? Dabei hilft Social Presencing Theater. Durch die Körperform im Innehalten, und durch die Bewegung nach dem Impuls zu einer neuen Form, können wir die Veränderung sichtbar machen und das Gefühl des neuen Zustands erkunden. 

Die entstehenden Formen der individuellen Körper und die Form des sozialen Körpers machen das Bild des ganzen Systems sichtbar. Dieses Bild liefert Informationen, aus denen wir einen Sinn ableiten können über die Situation, in der wir uns gerade befinden, und über einen neuen Zustand, den die Veränderung hervorbringen möchte. 

Wenn Veränderung entstehen will, weist der Körper uns den Weg. Der Körper bringt sich in eine neue Form und macht die Veränderung spürbar. Social Presencing Theatre schafft einen Raum, in dem wir dem Körper, und der damit verbundenen Weisheit für eine natürliche Verbesserung, achtsam zuhören. 

Verbundenheit in der Veränderung

Die Bewegungsformen im Social Presencing Theater synchronisieren Verstand und Körper und ermöglichen dadurch eine tiefe Verbundenheit mit sich selbst und den anderen Mitspielern. Der so entstehende soziale Körper macht die systemische Veränderung sichtbar. 

Wir Menschen sind ein komplexes lebendes System. Wir bilden mit anderen Menschen, innerhalb von privaten und öffentlichen Organisationen, in der Gesellschaft und sogar mit der Erde eine unendliche Anzahl komplexer Systeme, die alle miteinander verbunden sind. Aus dieser Perspektive betrachtet macht es Sinn, die dringend erforderlichen Weiterentwicklungen des klassischen Change Managements und die Hebel für Innovationen zu erweitern mit förderlichen Prozessen und Methoden zum bewusst Sein und zur Nutzung des kollektiven Wissens ohne hierarchische Beschränkungen.

Social Presencing Theater ausprobieren

In einem zwei-tägigen Workshop mit Mery Miguez und Dirk Bräuninger konnte ich die Grundlagen der Methoden des Social Presencing Theater erlernen und anwenden. Ich empfinde diese Methoden zur Prozessbegleitung von Change nach Theory U in Organisationen als bereichernde Lernerfahrung für alle Mitwirkenden. Es gab zwei Übungen, die mich besonders fasziniert haben. Im ‚Field Dance‘ konnte ich inspirierende Erkenntnisse zu meiner Rolle als Facilitator vor einer Gruppe erlangen. Stehend, vor einer im Halbkreis sitzenden Gruppe, entsteht das Spüren aus dem ‚Feld', während die Dimensionen des Raumes sich verzerren und Konturen verschmelzen. Die Wahrnehmung ist geschärft, und die Verbundenheit mit allem in diesem ‚Feld‘ ist spürbar. Sich im Einklang mit diesem Feld zu befinden, erlaubt die bestmögliche Interaktion. 

Im ‚4D-Mapping‘ hat die gesamte Gruppe eine Fragestellung systemisch dargestellt. Ein Bild des Systems im Ausgangs-Zustand mit den Aussagen der beteiligten Rollen ergab sich aus der erspürten Positionierung der Mitwirkenden im System. Die Impulse, sich zu bewegen und neue Positionen und Körperformen einzunehmen, brachten immer wieder neue Gefühle hervor. Das System findet einen neuen Zustand, in dem die Botschaften der beteiligten Rollen eine völlig neue, und viel bessere, Geschichte erzählen. Daraus konnten wir ableiten, in welcher Art und Weise sich die Fragestellung zum Guten wendet.


Weitere Information zu Social Presencing Theater

Das Social Presencing Institute hat einen schönen filmischen Beitrag zum Impakt des Social Presencing Theater als soziale Technologie erstellt. Schauen Sie hier.

Sind Sie interessiert, diese menschliche Verbindung in Ihrer Organisation entstehen zu lassen für die Ermöglichung von Innovationen durch Change-Maker? Dann freue ich mich über einen Austausch mit Ihnen!


Über die Autorin

Sylvia Kaldenbach ist ein erneuernder und transformierender Coach für persönliche und organisationale Innovation, mit einer inspirierenden Vision zu Wohlbefinden aus einem authentischen und selbst-bestimmten persönlichen Lebensstil. Ich unterstütze Wachstum mit unternehmerischer Kreativität und helfe bei der Umsetzung von Ambitionen und Intentionen zum gewünschten Impakt. Ich fokussiere auf die humane Seite der Geschäfts- und Berufswelt und fördere fundamentale Meta-Kompetenzen wie Vertrauen bilden, Verbundenheit und förderliche zwischenmenschliche Interaktionen und Konversationen. Ich begleite UnternehmensleiterInnen, Führungskräfte und unternehmende, kundengerichtete Menschen beim empathischen Navigieren, beim innovativen Führen und gleichwertigen Zusammenarbeiten innerhalb und außerhalb der Organisation.